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CÍMLAP

Kőszeg (Güns), Rust (Ruszt), Eisenstadt (Kismarton), Forchtenstein (Fraknó)
Lesestoffe in Westungarn


INHALTSVERZEICHNIS, VORWORT



Inhaltsverzeichnis

Vorwort
Abkürzungen
Kőszeg (Güns)
Rust (Ruszt)
Forchtenstein (Fraknó)
Eisenstadt (Kismarton)
Kleinere Orte (Kisebb helyek)
Appendix I.: Sopron (Ödenburg)
Appendix II.: Ausgewählte bibliographie zur Geschichte der Bibliotheken und Erudition der Region
Register



Vorwort

Die Erforschung der Buchgeschichte im Karpatenbecken des 16. und 17. Jahrhunderts weist die wesentliche Charakteristik auf, daß die Anzahl der in dieser Region veröffentlichten Bücher im Vergleich zu der der wirklich gelesenen (oder zumindest erworbenen) Bücher äußerst gering ist. Diese Feststellung gilt besonders für jenes Gebiet, dessen Buch- und Lesekultur die zwei Bände der "Lesestoffe in Westungarn" anhand von Archivquellen darzustellen versuchen. Die in der erwähnten Region veröffentlichten Bücher sind schon neben den Bänden der retrospektiven ungarischen Nationalbibliographie auch in den Sonderbänden "Burgenländische Forschungen Bd. IV. und X." monographisch vollständig aufgenommen. Aus diesem Grunde verzichten wir diesmal auf die Behandlung dieser Frage sowie der Details der Geschichte der Papierherstellung.

Im Rahmen einer systematischen Forschungsarbeit der letzten 15 Jahre, die auf das ganze Gebiet des historischen Ungarns zielte, wurden grundsätzlich zwei Quellentypen ins Auge gefasst: Die handschriftlichen Eintragungen, hauptsächlich Possessorenvermerke in den heute noch vorhandenen Büchern und damit die Rekonstruktion der privaten Sammlungen; die Erschließung der handschriftlichen und archivalischen Quellen sowie die Aufarbeitung derjenigen Dokumente, die den Besitz oder das Lesen von Büchern betreffen. Bezüglich Westungarns gibt es schon Ergebnisse auf den beiden Forschungsgebieten, aber in den zwei Bänden der "Lesestoffe in Westungarn" werden trotzdem nur die Forschungsergebnisse der Erschließung des zweiten Quellentyps veröffentlicht. In diesem Vorwort machen wir aber den Versuch, auch die bis jetzt noch unveröffentlichen Resultate der Possessor-Forschung darzustellen.

In der Zeit von 1526 bis 1750 sind uns etwa 1500 Bücherverzeichnisse vom Gebiet des frühneuzeitlichen Ungarns bekannt, zwei Drittel davon stammen aus Verlassenschaftsinventaren. Die Forschung der Possessorenvermerke hat uns aber gleichzeitig ermöglicht, die Lesestoffe einiger außerordentlich wichtiger Verfasser von Druckwerken zu erfassen, wie z.B. die Lesestoffe von Andreas Duditius, Nicolaus Olahus oder von einigen lutherischen Superintendenten in Siebenbürgen.


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