Kirchliche Ordnung (lat. ordo, Ordnung)

Messe zelebrierender Priester
Nach den Lehren der katholischen Kirche jene seelische Macht, die man auf dem Wege der Weihe (Lat. ordinatio) erlangen kann. Gleichzeitig bedeutet sie die Gesammtheit aller Personen, die über einen bestimmten Grad dieser Macht verfügen. Es gab acht Rangstufen der kirchlichen Ordnung. Der Vorbereitung zu Aufnahme in die Hierarchie ging die Aufgabe der Tonsur (Lat. tonsura=Haarkrone) voraus. Türsteher (ostiarius), Vorleser (lector), Teufelsaustreiber (exorcista) und Altardiener (acolythus) gehörten zu den niederen Rängen der Geistlichkeit. Sie hatten die niederen Weihen und gingen in erster Linie bei den liturgischen Handlungen zur Hand. Den höheren Rängen der Geistlichen - Subdiakon (subdiaconus), Diakon (diaconus, unmittelbarer Helfer des Bischofs und Priesters bei der kirchlichen Tätigkeit), Presbyter (presbyter) und Bischof (episcopus) - wurden die höheren Weihen zuteil. Im Gegensatz zu den Weihen der vier niederen Ränge und des Subdiakons waren die der höheren Ränge sakrosankt und also unwiderruflich. Heute existieren in der römisch-katholischen Kirche nur noch die höheren Weihen. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Hierarchie.

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