Sakramentalien
Die Sakramentalien der röm.-kath. Kirche spielten in der Glaubenswelt des Volkes, hauptsächlich im Kreis der Katholiken, eine starke Rolle als magische (wunderkräftige) Gegenstände. Grundlage dessen ist der Umstand, daß die Sakramentalien auch im kirchlichen Gebrauch solche Dinge und Gegenstände sind, die durch Weihe oder Segnung ihren Alltagscharakter ablegen und sich somit für übernatürliche Zwecke eignen. Sie erfüllen also auch im kirchlichen Leben ähnliche Aufgaben (u.a. böse Geister fernhalten, irdische Güter auf übernatürliche Weise schützen). Im Mittelalter erstreckten sich die Sakramentalien, die mit vielen Überlieferungen aus der Zeit vor dem Christentum verschmolzen waren (z.B. Weihe des Feuers oder der Kerzen), auf alle Lebensbereiche bzw. Bedürfnisse des Alltagslebens. Zu den wichtigsten Sakramentalien auch im Kreise des Volksglaubens gehören das Weihwasser, die Kerze, der Apfel, der Haselnußstrauch, das Feuer, Weizen und Wein sowie die geweihten Osterspeisen.
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