Tapisserien
Textilbehänge an Wänden, Fenstern oder Türen (es gibt auch Ledertapisserien). Eine repräsentative Form waren die gewebten Tapisserien. In größerer Zahl sind sie seit dem 15. Jahrhundert bekannt. Ihre Produktionsstätten lagen in Frankreich bzw. Flandern. Ab dem 15. Jahrhundert bzw. aus dem 16. Jahrhundert liegen auch in Ungarn zahlreiche Angaben über niederländische Tapisserien vor (König Sigismund und König Matthias besaßen Tapisserien). Miklós Oláh, der als Begleiter von Königin Maria bis 1542 in den Niederlanden weilte, verfügte in seinem Testament über Tapisserien mit seinem eigenen Wappen (die er wohl nach seiner Rückkehr persönlich bestellt hatte, da sich das Wappen des Erlauer Bischofs darauf befand). Aber auch in den Testamenten anderer Prälaten und Aristokraten finden diese Textilien Erwähnung. (Erzbischof Ferenc Frangepán von Kalocsa beispielsweise traf 1543 letztwillige Verfügungen über sieben Wandteppiche mit der Geschichte der "Schönen Melusine" und über zwölf mit der Geschichte des "Verlorenen Sohnes".)
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