Zehnt (lat. decima)
Zehnter Teil der landwirtschaftlichen Erträge, der der katholischen Kirche seit der Herrschaft Stephans des Heiligen in Form einer Abgabe zustand. Ab dem 15. Jahrhundert mußten die Leibeigenen den Getreide-, Wein-, Schaf-, Ziegen- und Bienenzehnt abliefern. Infolge des Vordringens der Türken wurde es im 16. Jahrhundert Brauch, daß die Bischöfe den Kirchenzehnt an Grundherren oder die Ungarische Kammer verpachteten. Auf diese Weise konnten die von Zehnteinehmern (decimator) eingetriebenen Erträge zur Versorgung des Militärs der Grenzburgen verwendet werden.
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