Windmühle

Die Energie der Luftströmung nutzende mechanische Vorrichtung zum Mahlen, Stampfen oder Schälen. Die ersten ungarischen Angaben über Windmühlen stammen aus dem 16. Jahrhundert. Der einfachste Typ ist die sog. Pantoffelmühle, bei der sich das Dach auf sog. Pantoffeln dreht, die in der Mauerkrone verankert sind. Dieser Typ hatte nur einen Mahlstein, der unmittelbar mit der vom Windrad betriebenen Hauptachse verbunden war. Deshalb mußte die Energie von der Hauptachse durch zwischengeschaltete Übersetzungsräder weitergeleitet werden, was eine Beschleunigung der Drehgeschwindigkeit ermöglichte. Auf dieser Grundlage unterscheiden sich die Mühlen mit Ober-, Unter- oder Mittelantrieb. Die Segel der Windmühlen konnte man durch Dreharme, die am Dach befestigt waren, in die entsprechende Windrichtung drehen. Windmühlen wurden, wenn möglich, auf hohen Hügeln errichtet, um die höheren, stärkeren Luftströme nutzen zu können. Auf die Holzteile im Inneren der Windmühlen und deren reiche Verzierung verwendeten die Müller - das sie meist ausgezeichnet Schnitzen konnten - viel Sorgfalt.

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