Wagner (Stellmacher)

Kaufleute
Handwerker, der die Holzteile für Wagen, Kutschen und Schlitten herstellt. Das ungarische Wagenmacherhandwerk hatte eine lange Tradition und genoß ab dem Spätmittelalter jahrhundertelang europäischen Ruf. In größeren Städten bildeten die Wagner mit den Schmieden meist eine gemeinsame Zunft. Je nach Region entwickelten sie unterschiedliche Wagen- und Kutschentypen. In bergigen, bewaldeten Gebieten und in Siebenbürgen stellten die Bauern ihre Wagen zu Hause her. Das Holz für die Räder wurde in Wannen gebrüht bzw. im Ofen erwärmt und die Radwände aus natürlich gebogenem Buchen- oder Ulmenholz nach Schablonen geschnitzt. Danach bohrte man die Stellen für die Speichen aus und setzte das Rad zusammen. Die Radnabe entstand separat auf der Drechselbank.

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