Knopfmacher
Handwerksmeister, der aus Haar-, Seiden-, Silber- und Goldgarnen Knöpfe, Litzen, Schnüren und Schnurverzierungen - z.B. den Heldenbund - herstellt. Die Knöpfe bindet man im allgemeinen auf eine Holzplatte, breitet die Garne dem gewünschten Muster entsprechend darüber aus und bestickt die Zwischenräume des entstandenen Musters mit ein- oder mehrfarbigen Fäden. Litzen und Schnüren wurden in früheren Jahrhunderten auf sog. Sätteln per Hand genäht. In die runden und eckigen Schnuren steckte man Baumwollfutter und umflocht sie mit Seiden-, Kamelhaar-, Gold- und Silberfäden. Ähnlich wurde der Heldenbund am Sattel geflochten. Mit billigen Fäden nahm man das komplizierte Muster auf den Sattel auf und befestigte die Fadenenden mit Siegelwachs an der Seite des Sattels. Die früheste Zunft gründeten Knopfmacher 1514 in Somorja im Oberland. Zierknöpfe und Schnurverzierungen waren wichtige Bestandteile der Garderobe von Vornehmen und Militärangehörigen. Später verbreiteten sie sich auch an den Kleidern der Bürger und Bauern.
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