Melius Juhász, Péter (1532-1572)
Studierte in Wittenberg. Nach seiner Rückkehr ließ ihn der Graner Erzbischof Miklós Oláh einkerkern. Sein Gefängnistagebuch beendete er nach seiner Freilassung. Ab 1558 reformierter Geistlicher in Debrezin. Ihm schreibt man die Festigung und Erhaltung der helvetischen Reformation in Debrezin und Umgebung zu. Seine Kirchenpolitik war von dogmatischer Festigkeit und schonungslosem Auftreten gegenüber den zu anderen Konfessionen gehörenden Gläubigen gekennzeichnet. Den Unitarier Ferenc Dávid bekämpfte er mit besonderer Vehemenz. Ein Großteil seines Lebenswerkes besteht aus Predigten, er hat aber auch Kirchengesänge geschrieben. Das verloren gegangene Neue Testament von ihm erschien 1567 angeblich in Szeged. Von vielen wird das jedoch angezweifelt, da Szeged zum Eroberungsgebiet gehörte und das Buchdrucken im Osmanischen Reich verboten war. Sein Herbarium, das erste ungarische Werk über Botanik, gab die Witwe von Gáspár Heltai nach seinem Tode heraus (Klausenburg 1578).
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