Rimay, János (1569/1573? - 1631)
Entstammte einer Familie des niederen Adels im Komitat Nógrád, war aber durch seine Mutter, Krisztina Madách, mit einer der bedeutenden Familien dieser Gegend, den Madáchs von Sztregova, verwandt. Einer seiner Vettern, Gáspár Madách, übernahm später die Pflege seines literarischen Erbes und schrieb ebenfalls Gedichte. Noch als Kind stand Rimay im Dienste des mächtigen protestantischen Großherren István Báthory von Ecsed. Auch Báthory war als Autor tätig, seine Meditationen beeinflußten Rimay. Als persönlicher Sekretär des Fürsten István Bocskai, dessen Briefe er verfaßte (1605-1606), betrat er die politische Bühne. Später begleitete er István Illésházy als Sekretär auf einer Gesandtschaft, die den Frieden von Zsitvamündung bekräftigen sollte, in die Türkei (1608-1609). In diplomatischer Mission sandte man ihn auch unter Gábor Bethlen in die Türkei, und zwar als Repräsentant der Familie Thurzó. Seine Korrespondenz ist eine der ersten Quellen der politischen Geschichte und Diplomatie des Zeitalters. Gegen Ende seines Lebens bot er György Rákóczi seine Dienste an und kopierte für den späteren Fürsten die Gedichte Balassis. Leider ging sein Manuskript ebenso verloren wie die Gedichtsammlung, die man seiner Eintragung im Balassi-Kodex zufolge in die Theiß fallen ließ.
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