Wanderdruckerei

Druckerei
Die von Patron zu Patron und von Stadt zu Stadt ziehenden Wanderdrucker waren typisch für dieses Zeitalter. Gál Huszár druckte in Wieselburg, Kaschau und Debrezin. Raphael Hoffhalter und sein Sohn Rudolf, die Péter Bornemiszas Electra druckten, trafen aus Polen kommend über Zürich und Wien in Debrezin ein, von wo sie ihre Werkstatt nach Siebenbürgen verlegten. Ihre Beweglichkeit spiegelte die Ansprüche der radikaler werdenden Reformationsströmungen wider. Wenn ihnen der Boden unter den Füßen zu heiß wurde, zogen sie weiter und ließen sich dort nieder, wo man sie eine Weile in Ruhe ließ. Damit waren sie ihren Verfolgern immer einen Schritt voraus.

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