Eintragungen der Possessoren
Die Besitzer (Possessoren) trugen in ihre Bücher in der Regel ihre Namen ein. Häufig findet man auch einen Vermerk, von wem sie den Band bekamen oder an wen sie ihn verschenkten. Diese Eintragungen sind wichtige Dokumente der Lesekultur des Zeitalters, weshalb man in den Büchersammlungen der Renaissance methodisch nach ihnen forscht. Neben den Namen der Eigentümer enthalten die Bücher auch viele andere Eintragungen. János Rimay z.B. schrieb eines seiner Gedichte in ein Buch. Andere verwendeten sie als Poesiealben und ließen ihre Freunde weise Sentenzen eintragen. Wieder andere notierten am Blattrand oder auf leeren Seiten Vaganten- oder Liebensgedichte. Für die Geschichtswissenschaft und Kulturgeschichte stellen diese Eintragungen wichtige Quellen dar: Die leeren Blätter der Bibeln pflegte man zum Aufzeichnen der Familienchronik - Geburt, Heirat. Krankheiten, Tod, wichtige Ereignisse - zu verwenden.
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