Erster Generation der ungarischen Erasmisten
Eine bedeutende Gruppe ungarischer Erasmisten existierte am Königshof schon vor 1526. Den in lateinischer Sprache schreibenden humanistischen Dichtern und Autoren Ungarns gelang es mit Erfolg, Erasamus auf sich aufmerksam zu machen: Jacobus Piso, János Antonius Kassai (Erasmus' Hausarzt), Miklós Oláh und János Henckel standen im Briefwechsel mit dem Meister. Henckel, Beichtvater der Königin Maria, brachte Erasamus sogar dazu, ein tröstendes Buch für die Königinwitwe zu schreiben: Vidua Christiana (Christliche Witwe), 1529. János Henckel sympathisierte mit den Lutherschen Ideen und wurde für einen Ketzer gehalten, weshalb er die Königin nicht in die Niederlande begleiten konnte.
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