petrarkistische Liebe
Der Dichter Francesco Petrarca lebte im 14. Jahrhundert in Italien. Auf Einfluß seines Liederbuchs verbreitete sich in ganz Europa die neue, von der Ritterlyrik abweichende Mode der Renaissance-Liebesdichtung. In ihrem Mittelpunkt steht die Idealgestalt der geliebten Frau. Ihre Schönheit bzw. sein hoffnungsloses Sehnen nach ihr auszudrücken, ist des Dichters höchstes Bestreben. Zwar möchte er frei sein von dem quälenden Gefühl, doch das erlaubt Cupido nicht, der ihn zum Gefangenen der Liebe macht. Und vergeblich suchte er auch zu fliehen, denn für ihn ist die Liebe - selbst die hoffnungslose - der einzige Sinn des Lebens. Gerade wegen dieser ständigen Grundsituation enthält die petrarkistische Dichtung viele Posen bzw. Schablonen: z.B. die Dame ist "schön, aber grausam" oder "andere haben Glück, der Dichter aber nicht", "das Auge der Dame sprüht vernichtende Flammen". Einige Elemente variiert der Dichter: Die Motive von Kompliment, Mitleiderwecken, Vorwurf wiederholen sich.
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