Bonifatius VIII., Gentilis, Branda Castiglione
Bonifatius VIII.
Papst zwischen 1294 und 1303. Stellte sich in der Frage des päpstlichen Primats gegen König Philipp (den Schönen) IV. von Frankreich. Unter ihm wurde 1300 das erste heilige Jahr veranstaltet. Unterstützte den Thronanspruch der Angeviner in Ungarn. Auf seinem Familienbesitz in Anagni wurde er von den Männern des französischen Königs überwältig, die damit verbundene Aufregung führte wenige Tage später zu seinem Tod.
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Gentilis
Franziskanermönch, Kardinal. Papst Klemens V. sandte ihn 1307 zwecks Unterstützung Karls I. als päpstlichen Gesandten nach Ungarn. Am 10. November 1308 verhandelte er in Kékes persönlich mit Matthäus Csák, der daraufhin Karl als König anerkannte. Darüber hinaus berief er mehrere Konzilien ein. Nachdem er am 6. Juli 1311 Matthäus Csák exkommuniziert hatte, verließ er im September das Land.
IT
Branda Castiglione (1350-1443)
Bischof von Piacenza (1404-1411), ab 1411 Kardinal, Diplomat des Papstes, Legat. Der in Mailand geborene und an der Universität Padua unterrichtende Rechtsgelehrte wurde 1410 von Papst Johannes XXIII. mit weitreichender Vollmacht zum Legaten in Ungarn ernannt, um die Differenzen zwischen diesem und König Sigismund beizulegen. 1412-13 war er Gouverneur der Diözese Veszprém (und gleichzeitig Gespan des Komitats). Zwischen 1421 und 1425 weilte er als Legat gegen die Hussiten in Böhmen. Gründete in Padua und seiner Heimat Bibliotheken, förderte auch in Ungarn die Wissenschaften und Künste.
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