Trecento

Hl. Franziskus 1
König Ludwig und der hl. Ludwig von Anjou
Auf Italienisch dreihundert. Die Kunst der 1300er Jahre in Italien, die von so großen toskanischen und römischen Künstlerpersönlichkeiten der Wende 13./14. Jahrhundert wie Giotto, den Pisanos, Arnolfo di Cambia und Cavallini ausging. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts knüpfte sich die Beziehung zur französischen Kunst enger, zum Teil vermittelt durch den päpstlichen Hofes in Avignon (z.B. durch den aus Siena gebürtigen Simone Martini). Führend in dieser Kunst waren in der ersten Hälfte des Jahrhunderts die beiden Großstädte Florenz und Siena. Mitte des Jahrhunderts entwickelten sich die Städte Norditaliens (z.B. Padua) zu ähnlich beudeutenden selbständigen Zentren. Hauptsächlich an deren Fürstenhöfen oder in der aristokratischen Republik Venedig machte auch die internationale Gotik ihren Einfluß immer stärker geltend. In der Malerei und Plastik sind die körperhafte, wirklichkeitsgetreue Darstellung und das Befolgen antiker Muster typisch für dieses Zeitalter. Als allgemeine Merkmale der Architektur darf man die Anwendung weiter Innenräume und reicher Oberflächendekorationen (in der Toskana farbige Marmoreinlagen, in Norditalien Profilziegel) betrachten.

GB