Augustiner Domherrenorden, Kartäuser Eremiten

Rotes Kloster am Fluß Dunajec
Ják - Pfarrkirche
Hl. Gerhard
Kasimir der Große 3
Kakaslomnic - Kirche
Augustiner Domherrenorden

Der hl. Augustin (354-430) hatte das Leben der dem nordafrikanischen Bischof Hippo zur Seite stehenden Priesterschaft ähnlich einer Mönchsgemeinschaft organisiert. Seine schriftlich formulierten Prinzipien stellte der Metzer Bischof Chrodegang (†766) für seine eigene Dompriesterschaft als Regeln zusammen. Später wurden sie auch von den mit der Seelsorge befaßten Priestergemeinschaften als Grundregeln angewandt. Im 11. Jahrhundert organisierten sich diese Gemeinschaften zu Orden. Die Domherren des Augustinerordens betrachteten als wichtigste Aufgabe die Seelsorge. Ihre Klöster in Ungarn waren oftmals klein und im allgemeinen nicht allzu anspruchsvoll. Sie sind nicht identisch mit dem ebenfalls nach augustinischen Regeln lebenden, im 12. Jahrhundert gegründeten Einsiedlerorden, den Augustiner Eremiten. Zwecks Unterscheidung von diesen nannte man sie "Chorrockaugustiner".

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Kartäuser Eremiten

1084 rief der aus Köln gebürtige hl. Bruno in Chartreuse bei Grenoble eine Einsiedlergemeinschaft ins Leben. Der fünfte Prior des Klosters, Guido (1121-1127), legte die Konventionen des Ordens erstmals schriftlich nieder. Nachdem mehrere Ordensgemeinschaften diese nach zisterziensischem Muster übernommen hatten, fand 1142 eine Generalversammlung des Kapitels statt. In den Jahren 1259, 1368 und 1509 modifizierte man die Konventionen. Seine Blütezeit erlebte der Orden im 14. Jahrhundert. In Ungarn wurden nach einem frühen Gründungsversuch in Ercs (1238) vier Ordenshäuser gegründet: Menedékkõ (1307), Lechnitz (1319), Felsõtárkány (um 1330), Lövöld (1360-1369). Die Kartäuser galten als der strengste Orden. Ihre Kirchen sind typische Langbauten mit einem Schiff und im allgemeinen zwei Seitenkapellen neben dem Chor. Die Klöster gruppierten sich um zwei Kreuzgänge. Der kleine Kreuzgang an der Kirche führte in die Gemeinschaftsräume: Sakristei, Kapitelsaal, Refektorium. Der große Kreuzgang umgab den Friedhof. Von hier gelangte man in die gesondert stehenden Häuser der Mönche, die jeweils auch ein kleines Gärtchen hatten. Zu jedem Ordenshaus gehörten nach dem Vorbild der Zisterzienser auch Laienbrüder.

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