Linearstil, internationale Gotik, weicher Stil

Studienskizzen
Madonna 2
Pähli-Altar
Ofenkachel 9
Pluvialespange
Pokal 1
Linearstil

Eine die Malerei der klassischen Spätgotik um 1300 bezeichnende Kategorie. Aus Frankreich kommender, doch im gesamten Gebiet Europas jenseits der Alpen verbreiteter Stil. Seine graphisch geprägte, die Konturen hervorhebende Darstellungsweise kennzeichnen schlanke, elgant biegsame Figuren.

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Internationale Gotik

Kunststil im letzten Drittel des 14. und ersten Drittel des 15. Jahrhunderts. Eine den Stil der französischen höfischen Kunst des 14. Jahrhunderts übernehmende Richtung, welche sich aus der internationalen Kultur der europäischen Fürstenhöfe und Städte nährte und auf dem ganzen Kontinent in einheitlicher Form erschien. Mit der Verschiebung des Kaiserhofes nach Osten wurden Prag und dann auch Ofen neben den urbanen Zentren Italiens und Westeuropas zu wichtigen Zentren der internationalen Gotik. Bedeutendster Vertreter des Stils ist die Kunst der in der mitteleuropäischen Architektur eine führende Rolle spielenden Familie Parler. Im Bereich der bildenden Künste pflegt man ihn als den "weichen Stil" zu bezeichnen.

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Weicher Stil

Stilerscheinung in der bildenden Kunst der internationalen Gotik. Charakteristisch für ihn sind die weich und locker wallenden, mit feinen Schatteneffekten modellierten Draperien bzw. die mit minuziösem Feingefühl gelösten, grazilen Menschendarstellungen. Seine Vorbilder entstammen der höfischen Kunst Frankreichs von der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Frankreich blieb auch später eines seiner wichtigsten Zentren, aber ab der Mitte des Jahrhunderts spielten Böhmen und Mitteleuropa bei der Verbreitung des Stils ebenfalls eine entscheidende Rolle: z.B. Kreis der "schönen Madonnen".

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