Barchent, Kachelöfen

Ofenkachel 3
Ofenkachel 5
Ofenkachel 7
Spinnen und Weben
Kopf
Barchent

Einseitig angerauhtes Baumwoll-Flanellgewebe.

IT


Kachelöfen

In der Schweiz wurden lehmverputzte Öfen zuweilen schon im 12.-13. Jahrhundert mit scheibengedrehten, becher- oder zwiebelförmigen Keramikplatten versehen, um ihre Wärmeabgabefläche zu vergrößern. Dieser Ofentyp erschien allem Anschein nach im 13. Jahrhundert auch in Ungarn. Seine moderne Variante, der Kachelofen, stammt ebenfalls aus der Schweiz. In Ungarn verbreitete er sich in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Diesen Ofen errichtete man bereits gänzlich aus gebrannten, oftmals glasierten Keramikkacheln. Die Kacheln konnten ein geschlossenes oder, zwecks Vergrößerung der Fläche zur Wärmeabgabe, ein offenes, durchbrochenes Vorderblatt mit nach innen gewölbtem Rumpf haben. Gotische Kachelöfen ahmten Turmformen nach: Über dem im großen und ganzen würfelförmigen unteren Teil, in dem sich die Feuerung befand, erhob sich ein poliedrischer, später runder Aufbau, den eine Kuppel oder Haube krönte. Die Öfen der Zeit Ludwigs I. waren sehr mannigfaltig und bunt; einige zierten sogar individuell gestaltete Keramikplastiken. Zur Sigismundzeit vereinfachten sich die Formvarianten. Am häufigsten verwendet wurden nun Maßwerk- und Wappenkacheln, aber auch flache, mit Reliefszenen geschmückte Kacheln stellte man her.

GB