Gräve, Kenéz, Schultheiß
Gräve (Deutsch, von Graf = Gespan)
Die Ansiedlung der Sachsen in Siebenbürgen geschah unter Leitung von Gräven. Das Richteramt war in ihren Familien vererblich, später wurden sie zu einer Schicht, die ritterliche Lebensart pflegte. Im 14.-15. Jahrhundert verließ ein Großteil von ihnen das siebenbürgische Sachsenland und verschmolz mit dem ungarischen Adel.
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Kenéz
Vorsteher der nach walachischem Recht gegründeten Dörfer. Seine Aufgabe war es, die Schafsteuer einzuziehen und das Amt des Dorfrichters zu versehen. Viele von ihnen stiegen im ausgehenden Mittelalter in den Adelsstand auf. Das Wort ist slawischen Ursprungs.
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Schultheiß (Deutsch, Steuereinnehmer)
Vorsteher neugegründeter Siedlungen; er organisierte die Ansiedlung und zog für den Grundherren die Steuer ein. Meist führte der Schultheiß zu den Bedingungen, die er in einem Vertrag - dem Schultheißbrief - mit dem Grundbesitzer vereinbart hatte, Siedler in ein unbewohntes und noch unberührtes Gebiet, wofür er auf lange Zeit von den Diensten beim Grundherren befreit war. Später vererbte sich das Amt.
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