Glossen, Seltenere Laute und Buchstaben, Tendenz zweier offener Silben

Evangelist Johannes
Szelepchény-Kodex 1
Glossen

Als Glossen bezeichnet man die am Rand oder zwischen den Zeilen vermerkten Erklärungen zu einzelnen Wörtern oder Ausdrücken in fremden, in der Regel lateinischen Texten. Glossen können sowohl vom Verfasser des Textes selbst stammen, aber auch Eintragungen eines späteren Lesers oder Benutzers sein.

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Seltenere Laute und Buchstabe

χ = Spirant, gesprochen an der Stelle des Lautes h

β = v-artiger Laut (mit Lippenrundung/bilabial, stimmhaft)

γ = Spirant, gesprochen an der Stelle des Lautes g

g = dźs (wurde zu gy)

gn = ny

ƒc = sz

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Tendenz zweier offener Silben

Stehen in einem drei- oder mehrsilbigen Wort zwei auf einen Vokal endende Silben nebeneinander, fällt der Vokal der zweiten Silbe aus. Diese Tendenz läßt sich die gesamte ungarische Lautgeschichte hindurch verfolgen, ihren Höhepunkt hatte sie aber in altungarischer Zeit; z.B. uruzag > ország [Land]; besenyõ > Besnyõ [Petschenege].

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