Gründungsbrief des Klosters Veszprémvölgy, Ilona-Legende
Gründungsbrief des Klosters Veszprémvölgy
Die einzige in griechischer Sprache auf uns gekommene Urkunde König Stephans I. Heute liegt sie als griechische Kopie König Kolomans aus 1109 und als lateinische Neuschrift vor. In der Urkunde sind die Güterschenkungen des Königs an das von ihm gegründete Nonnenkloster griechischen Rituals im Veszprém-Tal festgeschrieben. Der Text enthält in Gestalt der aufgezählten Ortsnamen die ältesten Streudenkmäler der ungarischen Sprache.
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Ilona-Legende
Eine fromme Nonne des Katharinenklosters zu Veszprém, die noch zu ihren Lebzeiten der Gabe der Wundmale Christi teilhaftig wurde, die den Mongolenüberfall prophezeite und die wahrscheinlich im Jahr 1241 verstarb. An ihrem Grab ereigneten sich nach ihrem Tod Wunder. Von ihrem Leben erfährt man nur aus der Legende, die Gregor, der Provinzial des Dominikanerordens, 1409 an den Provinzial von Venedig sandte, welcher die Untersuchung im Fall der Stigmen der hl. Katharina von Siena leitete. Die Legende der sl. Ilona von Veszprém entstand vermutlich in zwei Teilen, die dann in der ersten Hälfte der 1270er Jahre zusammengefügt wurden. Ungeachtet ihres späten Auftauchens belegen die darin enthaltenen Angaben ihren arpadenzeitlichen Ursprung. Ihre Sprache und ihr Stil sind noch einfacher als im Fall der Margaretenlegende, denn der Text beschränkt sich auf die trockene Schilderung der zu Lebzeiten Ilonas und nach ihrem Tod an ihrem Grab geschehenen Wunder.
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