Liturgie, Liturgische Bücher, Sakramentarium

Papst Urban II. 1
Kirche Sopronbánfalva, hl. Bischof
Graduale
Lectionarium mit Initialen 2
Evangeliarium
Agramer Meßbuch
Liturgie

Das aus dem Griechischen stammende Wort (eigentl. Bedeutung: die für das Volk getanen Werke) bezeichnet die Gesamtheit aller ordnungsmäßig bestehenden gottesdienstlichen Handlungen, insbesondere aber den öffentlichen Gottesdienst, die Messe und den priesterlichen Psalter. Die katholische Liturgie ist seit dem 9. Jahrhundert feststehend, obwohl sich auch später noch - jeweils in Abhängigkeit vom Gebiet (Bistum), von der Zeit und Ordensgemeinschaft - geringfügige Abweichungen zeigten.

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Liturgische Bücher

Bei der Zeremonie - Messe, Offizium - verwendete, verschiedene Arten von Büchern. In frühchristlicher Zeit waren dies vermutlich die ausgewählten Exemplare der Bibel. Mit der späteren Rollenverteilung (zelebrieren, vorlesen, vorsingen) entwickelten sich dann die diesen entsprechenden Büchertypen. Die wichtigsten zur Messe gehörenden Bücher: Sacramentarium (Hauptgebete des die Messe zelebrierenden Priesters), Lectionarium und Evangeliarium (Lesestücke bzw. Evangelien), Graduale (die sich dem Zeitpunkt gemäß wandelnden Gesänge, ergänzt durch die ständigen Gesangsteile - Kyrie, Gloria usw.), und nach der Jahrtausendwende das sämtliche Stücke beinhaltende Missale (Meßbuch; die mit Notation versehene Form: Missale Notatum).

Für das Offizium wurde vor allen Dingen das Psalterium (Psalmenbuch) benötigt. Dies ergänzte das Hymnarium (Hymnen), während die die Psalmen umrahmenden und zwischen den Lesestücken vorgetragenen Gesänge (Antiphone und Responsorien) im Antifonale zu finden sind. Die Gebete des Zelebrierenden enthält das Capitulare, die Lesestücke das Lectionarium Officii. Auch hier wurden nach der Jahrtausendwende alle Teile im Breviarium zusammengefaßt (mit Noten: Breviarium Notatum).

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Sakramentarium

Bezeichnung für einen liturgischen Kodex, der die ständigen und sich ändernden Gebete der lateinischen Liturgie beinhaltet. Ihre Zusammenstellung machte sich ab dem 5. Jahrhundert erforderlich, da man von dieser Zeit an die Gebete mehrfach neu formulierte. Das Sakramentarium ist der Vorläufer des späteren Meßbuches und wurde von diesem im 13. Jahrhundert abgelöst.

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