Baptisterium, Rundkirche, Basilikales Schema
Baptisterium (lateinisch, Taufkirche- bzw. kapelle)
Bis zum 8. Jahrhundert neben den frühchristlichen und romanischen Kirchen stehende selbständige, unabhängige Gebäude meist mit kreisförmigem Grundriß. Wesentliches Element der Baptisterien ist das Taufbecken, das mit den Veränderungen in der Liturgie an Größe verlor und sich zum Taufbrunnen entwickelte. Die Baptisterien wurden im allgemeinen Johannes dem Täufer geweiht. Ihre schönsten Stücke blieben in Italien erhalten.
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Quelle: László Gerõ. Magyar mûemléki ABC (ABC der ungarischen Kunstdenkmäler). Budapest 1984, 25.
Rundkirche/Rundkapelle (Rotunde)
Im 10. und in den folgenden Jahrhunderten besonders in Mitteleuropa (Ungarn, Österreich, Polen, südlicher Teil von Böhmen) häufig. Kleine Kirchen mit kreisförmigem Grundriß, einem Innenraum von 5-7 m Durchmesser und einem (meist rundbogigen) Chor an der Ostseite. In Ungarn blieben zahlreiche Rundkirchen oder deren Ruinen erhalten (Öskü, Sárospatak, Veszprém), mitunter wurden sie bei Erweiterung der Kirche umgebaut und die Mauern der Rotunde als Chor verwendet (Karcsa, Hidegség). Mittelalterliche Urkunden bezeichnen die Rotunde mitunter als runde Kirche, und auch der häufig vorkommende Ortsname "Kerekegyháza" (Rundkirche) deutet auf ihre damals große Zahl. Neben dem einfachen kreisförmigen Grundriß sind zahlreiche Varianten von Runkirchen bekannt (paßförmige, Kirchen mit Nischen, Kirchen mit außen vier- oder mehreckigem und innen kreisförmigem Grundriß).
Quelle: László Gerõ. ABC der ungarischen Kunstdenkmäler. Budapest 1984, 109.
Empfohlene Literatur: Vera Gervers-Molnár. A középkori Magyarország rotundai (Dir Rotunden des mittelalterlichen Ungarn). Mûvésztörténeti Füzetek 4. Budapest, 1972.
Basilikales Schema
Eine frühe Variante der dreischiffigen Kirchen: Das mittlere, also das Hauptschiff der Kirche, ist höher und breiter als die Seitenschiffe und seine Mauer über den Seitenschiffen durch Fenster gegliedert, so daß das Licht unmittelbar einfällt.
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