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CÍMLAP

Die Ungarn und die Abtei Sankt Gallen
Magyarok és a Szent Galleni Apátság


INHALT - TARTALOM, ZUM GELEIT



Inhalt - Tartalom

Caratsch Claudio: Zum Geleit

Vogler Werner: Spuren der Ungarn im Sankt Galler Stiftsarchiv - Magyar adatok a Szent Galleni Apátsági Könyvtárban
Schmuki Karl: Der Einfall der Ungarn in Sankt Gallen im Jahre 926 in den Handschriftenschätzen der Stiftsbibliothek Sankt Gallen - A magyarok 926-os Szent Gallen-i betörése a Szent Galleni Apátsági Könyvtár kézirat-kincsének tükrében
Fodor István: Sankt Gallen und die Streifzüge der Ungarn - Szent Gallen és a magyar hadjáratok
Erdélyi István: Ein Wort zum Thema "Die Ungarn in Sankt Gallen" - "Magyarok Szent Gallenben"-hez - röviden
Bánhegyi B. Miksa: Sankt Gallen und Pannonhalma - zwei Bibliotheken - Szent Gallen és Pannonhalma - két könyvtár
Berschin Walter: Die Vita Ulrichs von Augsburg und die Ungarn - Ágostai (Augsburg-i) Ulrik élete és a magyarok
Csihák J. György: Ein heidnischer Beitrag zum Thema "Die Ungarn in Sankt Gallen" - Magyarok Szent Gallenben - pogányul

Anhang - Függelék
Ergänzung zur Auflage 2 - Kiegészítés a 2. kiadáshoz
Die Anzahl Besucher der Ausstellung in Ungarn - A kiállítás látogatóinak száma Magyarországon



Zum Geleit

Bei der ungarischen Bevölkerung ist das Interesse für die nationale Geschichte aussergewöhnlich stark vertreten. Was die Kontakte zur Schweiz betrifft, so ist eine brennende Neugier für alle Belange der Abtei St. Gallen feststellbar. Dies ist weiter nicht erstaunlich, weiss doch in Ungarn fast jedes Schulkind von den St. Galler Episoden aus der frühen Árpádenzeit. Die Eintragungen in den St. Galler Annalen liefern die älteste direkte schriftliche Kunde von den "Agareni", deren schwankendes Bild in der westlichen Kultur weiterhin so kräftig wirkte, dass später in der St. Galler Klostergeschichte und wiederum mehrere Jahrhunderte später in Bildquellen immer anachronistischer, aber stets einprägsam darüber berichtet wurde. Alle diese Quellen befinden sich in Bibliothek und Archiv der Abtei St. Gallen, wie es der hier enthaltene Vortragstext von Dr. Karl Schmuki so lebhaft aufzeigt. Damit belegt er auch die ausserordentlich wichtige Funktion St. Gallens für die ungarische Selbsterkenntnis.

Die geschichtliche Entwicklung eines Volkes, das innert fünfundsiebzig Jahren von wilden Reiterscharen zu den Bewahrern eines wohlhabenden christlichen Königreiches wurde und es in drei weiteren Jahrhunderten zu einer der führenden Mächte Europas brachte, galt in den Zeiten der Not und der fremden Besetzung als Trost und gilt heute als Beispiel für eine ebenso grundlegende Wandlung zur Teilnahme an der westeuropäischen Zusammenarbeit.

Deshalb traf die kulturelle Tagung, deren Ergebnisse im vorliegenden Druck vermittelt werden, auf ein berechtigtes Interesse. Die Vorträge stellen neueste Forschungsergebnisse über die Abtei St. Gallen, ihr ungarisches Gegenstück von Pannonhalma sowie über den Ungarneinfall von 926 vor, welcher erste Kontakt glücklicherweise der einzige bedrohliche blieb und bis heute einer erfreulichen Gegenseitigkeit im Austausch und im Einvernehmen Platz gemacht hat.

Claudio Caratsch
Schweizerischer Botschafter in Ungarn


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