CÍMLAP
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INHALT, VORWORT |
Inhalt
Literatur
I. Geologische Karten
II. Druckwerke
A. Allgemeines das ganze Land oder grössere Theile desselben umfassend
B. Einzelne Vorkommen im ganzen Lande
C. Einzelnes nach Lokalitäten geordnet
D. Höhenmessungen
E. Alphabetisches Verzeichniss der Schriftsteller
Orographie
A. Grenzgebirge
B. Bergland
C. Thalebenen
Geologische Uebersicht
I. Alluvialformation
II. Diluvialformation
III. Jüngere Tertiärformation
A. Normale Schichtgesteine der Neogenformation
B. Die Eruptivgesteine der Tertiärzeit und ihre deuterogenen Gebilde
C. Steinsalz
IV. Aeltere Tertiärformation
A. Allgemeine Verhältnisse der Verbreitung und geographischen Gruppirung
B. Petrographische Ausbildung
C. Allgemeiner paläontologischer Charakter
D. Verhältnisse des Baues und der Lagerung der Schichten
E. Stratigraphische Anordnung und Spezialgliederung
V. Kreideformation
VI. Juraformation
VII. Augitporphyr und Mandelstein
VIII. Liasformation
IX. Triasformation und noch ältere Sedimentgesteine
X. Porphyr
XI. Krystallinisches Gebirge
A. Verbreitung und geographische Gruppirung
B. Geologische und petrographische Gliederung
C. Die Gesteinsgruppen nach ihren besonderen petrographischen Verhältnissen
D. Allgemeine geologische Verhältnisse
Geologische Detailschilderung des Landes
I. Südlicher Grenzzug
1. Pojána-Ruszka-Gebirge
2. Retjezat-Gebirge
3. Das Gebirge des Vulkan-Passes und des Paring
4. Das Schielthal
5. Die Strellbucht und das Hátzeger Thal
6. Das Mühlenbacher und Zibin Gebirge
7. Das Fogarascher Gebirge
8. Das Burzenländer Gebirge
II. Oestlicher Grenzzug
9. Das Bodzaer und Bereczker Gebirge
10. Das Persányer Gebirge
11. Das Baróther und Háromszéker Gebirge
12. Das Csiker und Gyergyóer Gebirge
13. Das Hargitta-Gebirge
III. Nördlicher Grenzzug
14. Die Rodnaer Alpen und das Gebirge bei Bistritz
15. Der Grenzrücken des Gutin-Csibles und das Gebirge des Lápos-Gebietes
16. Das Thal des unteren grossen und des vereinigten Szamosstromes
17. Das nordwestliche Vorland
IV. Westlicher Grenzzug
18. Das Meszes-Gebirge mit dem Almás-Gebiet
19. Das Vlegyásza-Gebirge mit dem Kalotasag
20. Das Klausenburger Gebirge und das östliche Wassergebiet des kleinen Szamos
21. Das Gebirgsmassiv des Bihár oder das Quellgebiet des kleinen Szamos und des Aranyós
22. Das siebenbürgische Erzgebirge
V. Das Bergland des mittleren Siebenbürgen
23. Mittelland zwischen dem Alt- und Gross-Kokelfluss
24. Mittelland zwischen dem Gross-Kokel- und dem Maroschfluss
25. Mittelland zwischen dem Marosch- und Szamosfluss
Verzeichniss der Petrefacten
I. Diluvium
II Jüngere Tertiärformation
III Aeltere Tertiärformation
IV. Kreideformation
V. Juraformation
VI. Liasformation
Ortsregister
Vorwort
Die geologische Uebersichtsaufnahme im österreichischen Kaiserstaate, von
unserem allverehrten Meister W. Haidinger mit in den Plan der Arbeiten
der k. k. geologischen Reichsanstalt einbezogen, und in den Jahren 1856
bis 1862 durchgeführt, wurde durch eine Section der Anstalt in den
Sommermonaten der Jahre 1859 und 1860 auch im Grossfürstenthume
Siebenbürgen vollendet. Durch beide Jahre als Chefgeologe mit der Leitung
dieser Arbeit betraut, wurde es mir bereits im Jahre 1861 möglich eine
Uebersichtskarte des Landes zu veröffentlichen, die in Hermannstadt unter
dem Titel: "Geologische Uebersichtskarte von Siebenbürgen, mit Benützung
der neuesten von Franz Fischer topographisch richtig gestellten Karte des
Landes für die k. k. geologische Reichsanstalt aufgenommen von Franz Ritter
von Hauer, unter Mitwirkung der Herren Albert Bielz, Ferdinand Freiherr von
Richthofen, Dr. Guido Stache und Dionys Stur" erschien.
Die vorliegende Arbeit nun, für welche ich die Mitwirkung meines Freundes
und Theilnehmers an der Aufnahme selbst, des Herrn Dr. Guido Stache gewann,
ist nicht nur dazu bestimmt die für jede geologische Karte unentbehrlichen
Erläuterungen zu liefern, sondern wir waren auch bemüht in derselben ein
Gesammtbild dessen niederzulegen, was durch unsere eigenen sowol als durch
die Untersuchungen unserer Vorgänger und weiteren Mitarbeiter über die
Geologie des Landes bekannt geworden ist.
Die Aufnahmen der k. k. geologischen Reichsanstalt erstreckten sich im
Laufe der ersten Sommer-Campagne über die östliche Landeshälfte und zwar
fielen dabei Freiherrn von Richthofen die nördlichen Grenzgebirge westlich
bis zum Szamos-Durchbruch und von den östlichen Grenzgebirgen der Zug der
Hargitta, mir dagegen die übrigen Theile der östlichen Grenzkette und die
südlichen Grenzgebirge westlich bis zum Rothen Thurm-Pass zu. Der zweite
Sommer wurde zur Aufnahme der westlichen Landeshälfte verwendet. Herr Dr.
Stache übernahm den nördlichen Theil bis zur Wasserscheide zwischen dem
kleinen Szamos und dem Aranyós, ich den mittleren Theil, von dieser
Wasserscheide bis zum Maroschfluss, Herr Dionys Stur endlich die Region
südlich vom Maroschfluss bis zur Landesgrenze.
Während beider Sommer hatte ich mich der Begleitung und thätigsten Beihilfe
meines trefflichen Freundes des Herrn Albert Bielz zu erfreuen, dessen
ausgebreitete Kenntniss des ganzen Landes am meisten dazu beitrug, die oft
nicht unbedeutenden Schwierigkeiten beim Besuche der abgelegeneren Gegenden
zu beseitigen, und der, bewandert in allen Zweigen der Naturkunde und auf
das Genaueste vertraut mit Allem was sein Vaterland betrifft, uns auf gar
viele Punkte aufmerksam machte, die uns anderen Falles entgangen wären.
Die Literaturquellen, aus welchen wir zur Ergänzung unserer eigenen
Beobachtungen schöpften, haben wir überall gewissenhaft angegeben; bei
einer Vorarbeit aber, der werthvollsten, müssen wir hier noch einen
Augenblick verweilen. Die reiche Fülle von Beobachtungen, welche die
ungedruckten Reisetagebücher von Paul Partsch (vergleiche S. 2 u. S. 5)
enthalten, haben wir so viel wie möglich für unsere Arbeit zu verwerthen
gesucht, und es gewährt uns eine hohe Befriedigung, dieselben, wenn auch
verspätet und Jahre lang nach dem Tode des Verfassers, einer unverdienten
Vergessenheit zu entreissen.
Die in unserem Buche niedergelegten allgemeineren theoretischen Ansichten
sind grösstentheils das Ergebniss gemeinschaftlicher Besprechungen und
Erwägungen. Bei der Bearbeitung der geologischen Uebersicht (p. 33) hat
übrigens Herr Dr. Stache die Kapitel über "die Eruptivgesteine der
Tertiärzeit", ferner über "das ältere Tertiärgebirge" und über "das
krystallinische Gebirge" durchgeführt; von der "geologischen
Detailschilderung des Landes" (p. 221) dagegen bearbeitete er die
Abschnitte über den nördlichen Grenzzug und über den westlichen
Grenzzug bis zum Wassergebiet des Aranyós.
Was die Herausgabe unseres Werkes betrifft, so schätzen wir uns glücklich
dieselbe unter Anregung und Mitwirkung des siebenbürgischen Vereines für
Naturwissenschaften durch den Verein für siebenbürgische Landeskunde zu
Stande gekommen zu sehen. Einerseits fühlen wir uns hoch geehrt durch die
Anerkennung, welche demselben durch die Antheilnahme dieser hochverdienten
und hochgeachteten wissenschaftlichen Corporationen gespendet wird,
und andererseits konnten wir in keiner besseren Weise die Schuld der
Dankbarkeit abtragen für die thatkräftige Unterstützung, welche uns bei
unseren Arbeiten im Lande allenthalben zu Theil wurde, als indem wir die
Frucht dieser Arbeiten demselben widmeten.
Wien, den 17. Juli 1863.
Fr. v. Hauer.