CÍMLAP
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INHALT, EINFÜHRUNG |
Inhalt
Einführung
Die Vielfalt des Wissens
Unsere Landnahme
Die gegenwärtige Lage in der Forschung der ungarischen Frühgeschichte
Epilog
Definitionen
Einführung
Unter den Autoren der Geschichtswissenschaft wird im allgemeinen die
Ansicht akzeptiert, dass man als Geschichte solche Ereignisse bezeichnet,
die urkundliche und schriftliche Quellen haben. Daraus folgt aber auch die
Tatsache, dass alles, was wir als Geschichte kennen, viele subjektive
Elemente enthält, denn es gibt verhältnismäßig wenig schriftliche
Erinnerungen an die Geschichte der Menschheit - insbesondere an die
Frühgeschichte.
Die Lücken werden von den Wissenschaftlern mit Spekultationen ausgefüllt,
die sich auf die Ergebnisse der verschiedenen Zweige der Wissenschaft
stützen. Aus all diesem lässt sich die Schlussfolgerung ziehen, dass die
ganze vollständige Geschichte der Menschheit den Nachkommen nicht bekannt
sein wird. Auf Grund der als Fakten akzeptierten Daten wird es immer
notwendig sein, ein geschichtliches Kapitel hypothetisch zu skizzieren -
das ist es, was die Geschichtsbücher zu allen Zeiten enthalten. Die Aufgabe
der Wissenschaft ist eine sachliche Datensammlung und die Skizzierung eines
immer wieder neuen geschichtlichen Bildes auf Grund von neuen und
zuverlässigen Angaben.
Zwar müssen wir die Arbeit unserer Vorfahren in Ehren halten, ebenso andere
Vorstellungen der Zeitgenossen, doch jedes Volk hat das Recht auf eine
eigene Geschichtsschreibung auf Grund seiner eigenen Kenntnisse. Vom Anfang
unserer Geschichte haben wir selbstverständlich nur Vorstellungen. So wie
über die Entstehung unserer Erde, sind auch über die Entwicklung der auf
der Erde lebenden Menschheit verschiedene Theorien entstanden. Für
beides gab es und gibt es so genannte religiöse und so genannte
naturwissenschaftliche, veröffentlichte und geheime Schöpfungs- und
Beschreibungslehren.
Nach naturwissenschaftlichen Erkenntnissen hinterließ das erste Wesen, das
man schon als Mensch bezeichnen konnte, vor ungefähr drei ein halb
Millionen Jahren Spuren seines Daseins. In diesem Datum sind sich die
Forscher verhältnismäßig einig. Eine Gruppe von Forschern ist aber auch
bereit anzunehmen, dass noch viel früher, ungefähr vor 8-15 Millionen
Jahren ein als Vormensch bezeichnetes Lebewesen auf der Erde lebte. Aus
diesem Wesen haben sich mehrere Vormenschentypen entwickelt, unter ihnen
auch der Ahne des heute lebenden Menschen, der Homo sapiens sapiens.
Wie sich der heutige Mensch unterschiedlich in Aussehen und Blutgruppe und
vor allem in seinen Genen entwickelt hat, kann man noch nicht endgültig
sagen. Noch weniger gibt es eine Antwort auf die Frage, wann der heute
lebende Mensch seinen heutigen Intelligenzgrad erreicht hat. Nach heutiger
Ansicht der Altertumsforschung begann die Umstellung des Lebens der
Jäger und Sammler zu Viehzüchtern und Ackerbauern ungefähr 9000 vor
Christus - vielleicht zuerst in Vorderasien. - Das war der Übergang zur
Lebensmittelproduktion und feste Ansiedlung der Menschen. Dieser Prozess
wird im allgemeinen als neusteinzeitliche Revolution bezeichnet, weil sich
die Lebensverhältnisse der Menschen grundlegend geändert haben, sowohl in
wirtschaftlicher als auch in gesellschaftlicher Hinsicht sowie im Hinblick
auf die Bevölkerungsdichte. Es ist nämlich bekannt, dass sich der Ertrag
von Ackerbau und Viehzucht auch im Anfangsstadium der Ackerbau-
Viehzüchtergesellschaft, d.h. der Neusteinzeit im Vergleich zur Jäger-
und Sammlergesellschaft verhundertfachte.
Dazu kam, dass später mit der Benutzung des Pfluges im Ackerbau der
Produktenzuwachs und damit auch der Bevölkerungszuwachs weiter stieg,
später - nach der Einführung der Bewässerungswirtschaft - erfolgte im
Tigris-Eufrat-Land (Mesopotamien), am Nil und im Indus-Tal ein erneuter
erheblicher Ertragsanstieg. Dies hatte natürlich wieder und somit zum
dritten Male ein sprunghaftes Wachstum der Bevölkerung zur Folge. Dieses
dritte Wachstum des Produzierens und die damit verbundene demografische
Explosion schuf in der Geschichte der Menschheit jene Grundbedingungen, die
die Herausbildung der Städtekultur in ihrem eigentlichen Sinn möglich
machte.
Nach den schriftlich festgehaltenen Erinnerungen des heute lebenden
Menschen entwickelten sich die beiden ältesten menschlichen Hochkulturen
zuerst in Mesopotamien, danach nicht viel später im Niltal. Nach heutiger
Meinung der internationalen Forschung begann die mesopotamische Hochkultur
im so genannten Urukzeitalter, in der Mitte des 4. Jahrtausends vor
Christus, die ägyptische hingegen um 3200-3100 vor Christus mit der
Vereinigung von Unter- und Oberägypten unter Pharao Menes. Danach, um 2500
vor Christus, entwickelte sich die ebenfalls städtische Indus-Kultur,
auch im Westen. Im Mittelmeerraum begann die Urbanisierung. In dieser
Region bildeten sich nacheinander die städtischen Hochkulturen: Troja,
Kreta, Mykene im 3. Jahrtausend vor Christus. Die Träger dieser Kulturen
sowie auch die späteren mediterranen Kulturvölker wie z. B. die Phönizier,
Pelasger, Etrusker, Iberer sprachen weder semita, noch indoeuropäische,
sondern agglutinierende Sprachen, bis zur zweitenersten Jahrtausendwende
vor Christus. Erst nach 1000 vor Christus erschienen die ersten
Völkergruppen im Mittelmeerraum, die so genannte indoeuropäische Sprachen
sprachen.
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