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Jose Gabriel Delgado Jimenez

Grenzüberschreitende Patientenmigration im zahnmedizinischen Bereich

INHALT, EINLEITUNG


Inhalt


ABBILDUNGSVERZEICHNIS
TABELLENVERZEICHNIS

1. EINLEITUNG
1.1 Allgemeine Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Forschungsfrage
1.3 Gliederung der Arbeit

2. ALLGEMEINE GRUNDLAGEN DER GRENZÜBERSCHREITENDEN PATIENTENMOBILITÄT
2.2. Definitorische Abgrenzungen
2.2.1 Allgemeine Definition der Mobilität von Patienten
2.2.2 Typisierung der Patientenmigration
2.2.3 Zusammenfassung
2.3. Patientenmigration in der Fachliteratur
2.3.1. Bekannte Zielgebiete zahnmedizinischer Patientenströme
2.3.2. Identifizierte Determinanten
2.4. Rechtliche Rahmenbedingungen im EWR
2.4.1. Allgemeine rechtliche Bestimmungen
2.4.2 Rechtssprechung des EuGH
2.5. Zusammenfassung

3. ÖKONOMISCHE BETRACHTUNG ZAHNMEDIZINISCHER DIENSTLEISTUNGEN
3.1. Einleitung
3.2. Die allgemeine Natur medizinischer Behandlungen
3.2.1. Medizinische Leistungen - mehr als die Summe ihrer Charakteristika?
3.2.2. Definitorische Abgrenzung medizinischer Behandlungen
3.2.3. Typologische Klassifikationsmerkmale medizinischer Güter
3.2.4. Marktspezifische Konsequenzen medizinischer Güter
3.2.5. Zusammenfassung
3.3. Die spezielle Rolle zahnmedizinischer Behandlungen
3.3.1. Zahnmedizinische Klassifikationsmerkmale
3.3.2. Zahnmedizinische Behandlungen als Dienstleistungen
3.3.3. Zusammenfassung
3.4. Zusammenfassung

4. ENTSCHEIDUNGSVERHALTEN ZAHNMEDIZINISCHER PATIENTEN
4.1. Einleitung
4.2. Das Entscheidungsumfeld des Patienten
4.2.1 Der Raum der Alternativen
4.2.2 Die Zustände des Entscheidungsumfelds
4.2.3 Die Ergebnisse des Entscheidungsprozesses
4.2.4 Informationsbedingte Subjektivität der Alternativenbetrachtung
4.2.5 Zusammenfassung
4.3. Der Patient als Entscheidungsträger
4.3.1. Vom Bedürfnis zum Alternativenraum
4.3.2. Die Präferenzordnung zwischen dentalen Alternativen
4.3.3. Grenzüberschreitende Wanderung als diskrete Entscheidung
4.3.4. Der Einfluss von Reputation
4.3.5 Zusammenfassung
4.4. Die Position des Forschers
4.4.1. Allgemeine Aspekte
4.4.2. Random Utility Theory (Zufallsnutzentheorie)
4.4.3. Hypothetische versus offen gelegte Präferenzen
4.5. Zusammenfassung

5. EMPIRISCHE BETRACHTUNG DENTALER PATIENTENSTRÖME VON ÖSTERREICH NACH UNGARN
5.1. Einleitung
5.2. Erfassungspunkte des grenzüberschreitenden Patientenstroms
5.3. Analyse zahnmedizinischer Systeme in Österreich und Ungarn
5.3.1. Zahnmedizinische Kennzahlen in Österreich
5.3.2. Zahnmedizinische Kennzahlen in Ungarn
5.3.3. Zusammenfassende Kommentare
5.4. Explorative Phase
5.4.1. Befragung migrierender Patienten
5.4.2. Expertenbefragung
5.4.3. Kommentare
5.5. Befragung ungarischer Leistungserbringer
5.5.1. Konzeptionelle Aspekte
5.5.2. Unmittelbare Ergebnisse
5.5.3. Hochrechnung der bereinigten Daten
5.6. Zusammenfassung

6. HYPOTHETISCHE PRÄFERENZEN POTENTIELL MIGRIERENDER PATIENTEN
6.1. Einleitung
6.2. Ausgangsbasis des diskreten Entscheidungsexperiments
6.3. Forschungsdesign und Datenerhebung
6.4. Modellierung
6.5. Ergebnisse
6.5.1. Effekt der Attribute
6.5.2. Fitness des Modells
6.5.3. Zahlungsbereitschaft für Attribute
6.6. Analyse
6.7. Zusammenfassung

7. CONCLUSIO

ANHANG
LITERATURVERZEICHNIS



Einleitung

Die grenzüberschreitende Migration von Patienten ist zu Beginn des 21. Jahrhunderts sowohl für die europäische Gesundheitspolitik als auch für die einzelnen Mitgliedstaaten der europäischen Union zu einem bedeutenden, aber schwer erfassbaren Phänomen geworden. Eine Entwicklung, die als solche Ende der 90er Jahre in ihrer ganzen Tragweite nicht wirklich absehbar war: Der Vertrag von Amsterdam hatte klargestellt, dass betreffend der europäischen Gesundheitspolitik der strikte Grundsatz der Subsidiarität galt und die nationalen Gesundheitssysteme Sache der Mitgliedsstaaten seien. Eine grenzüberschreitende Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen wurde entweder im Rahmen des E111- bzw. E112-Systems geregelt oder war Gegenstand von bilateralen Verträgen. Generell konnte das Ausmaß zwischenstaatlicher Patientenströme als gering bezeichnet werden.

Knapp 10 Jahre später hat sich die Situation merklich verändert. Hierfür gibt es zahlreiche Gründe: Die verstärkte Bereitschaft zur Mobilität seitens der europäischen Bevölkerung verlangte bald nach einem flexibleren Umgang mit der Bereitstellung von Gesundheitsdienstleistungen - auch über die Grenzen des eigenen Gesundheitssystems hinweg. Insbesondere die Rechtssprechung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) sollte die rechtlichen Rahmenbedingungen für innereuropäische Patientenmobilität entscheidend mitgestalten. Zusätzlich entstand durch die Aufnahme von zentral- und osteuropäischen Gesundheitsmärkten in die europäische Union ein neuartiges und umfangreiches Angebot an alternativen medizinischen Dienstleistungen. Das Thema grenzüberschreitende Patientenmobilität gewinnt aber auch im Hinblick auf die zum Teil sehr heterogenen ökonomischen bzw. strukturellen Rahmenbedingungen der europäischen Gesundheitssysteme an Wichtigkeit. Der in diesem Zusammenhang vorhandene Bedarf an empirischen und/oder theoretischen Studien ist deutlich sichtbar: Wissenschaftliche Daten und Kenntnisse zum Phänomen grenzüberschreitende Patientenmigration sind auf europäischer Ebene noch immer in zu geringem Ausmaße vorhanden. Dennoch ist ein wachsendes Bewusstsein um die gesundheitspolitische Dimension desselben erkennbar.


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